22.11.2019 18:00 Uhr – 24.11.2019 13:15 Uhr

Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer… (Mt 9,13)

Einführung in das Matthäus-Evangelium und in das neue Lesejahr A

Matthäus, ein Schriftgelehrter und sein Evangelium, ist unter den vier Evangelisten der Vertreter eines thora-frommen Christentums. Er hält in der Nachfolge seines Lehrers daran fest: „Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Reich der Himmel der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Reich der Himmel“ (Mt 5,19). Thorafrömmigkeit – aber in kritisch-barmherziger Auslegung.

In diesen geistlichen Tagen mit der Bibel versuchen wir, das „erste“ Evangelium in seiner engen Bezogenheit auf das Judentum besser zu verstehen.
Jesus trägt in sich das Erbe der Mütter und Väter und auch ihre Schuldgeschichte, ist aber gleichzeitig auch ein Kind des Geistes Gottes. Beide Stammbäume tragen auch wir in uns: Den Stammbaum einer menschlichen und einer göttlichen Geschichte.

Dozent*innen
  • Dr. theol. Wilhelm Bruners