Der Bonner Studentenpfarrer Heinrich Lutz gründet zusammen mit Studentinnen, die an religiösen Hochschulwochen teilgenommen haben, den „Siedlungskreis Religionshochschule“, mit dem Ziel, in Elkeringhausen ein Bildungshaus zu errichten.
Der Bonner Studentenpfarrer Heinrich Lutz gründet zusammen mit Studentinnen, die an religiösen Hochschulwochen teilgenommen haben, den „Siedlungskreis Religionshochschule“, mit dem Ziel, in Elkeringhausen ein Bildungshaus zu errichten.
Errichtung der ersten beiden Gebäude der „Religionshochschule“. Sie dient den damaligen Studentenseelsorgern an den deutschsprachigen Universitäten als theologisches und religiöses Bildungszentrum. Studierende sollen darauf vorbereitet werden, sich aus christlicher Verantwortung in Politik und Gesellschaft einzubringen.
Zwei Veranstaltungsformen bilden sich in den folgenden Jahren heraus und werden bestimmend für die Arbeit der Religionshochschule:
- Sechstägige Religionshochschulwochen während der Semesterferien in Elkeringhausen
- Dreitägige Religionshochschulkurse in den Kreis- und Großstädten des damaligen Reichsgebietes.
Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die berufliche Bildung und Qualifizierung von Frauen in Zusammenarbeit mit der westfälischen Wohlfahrtsschule in Dortmund.
Zwischen den beiden Weltkriegen gehört die Religionshochschule zu den bedeutendsten katholischen Einrichtungen der Erwachsenenbildung im Deutschen Reich. Neben der Burg Rothenfels ist sie das einzige katholische Bildungshaus aus den Gründerjahren, das bis heute besteht.
Beginn regelmäßiger Hausdurchsuchungen durch die Gestapo.
Bau der Kapelle
Auf Weisung der Gestapo wird der Name „Religionshochschule“ verboten. Die Akademische Bonifatius-Einigung arbeitet seit 1929 eng mit Heinrich Lutz zusammen und fördert vor allem die Religionshochschulkurse außerhalb Elkeringhausens. Aus dieser Verbundenheit heraus entsteht der neue Name „Bildungsstätte St. Bonifatius“.
Die Durchführung von Kursen wird untersagt.
Der Staatssicherheitsdienst Berlin schließt die Bildungsstätte und ordnet die Nutzung des Hauses für wechselnde Zwecke an.
Beginn der Ausbildung von Seelsorgehelferinnen. Flucht und Vertreibung stellen die Seelsorge in West- und Mitteldeutschland vor neue Herausforderungen. So kommt es auf Anregung des Bonifatiusvereins zur Gründung des Seelsorgehelferinnen-Seminars.
In zweijährigen Kursen werden 270 Frauen zu Seelsorgehelferinnen für den Einsatz in der Diaspora ausgebildet.
Anerkennung als Heimvolkshochschule durch das Kultusministerium des Landes NRW.
Errichtung des Radegundenhauses (heute: Sturmiushaus).
Am 2. Juni stirbt der Gründer der Bildungsstätte St. Bonifatius, Rektor Heinrich Lutz, und wird neben der Kapelle beigesetzt.
Übersiedlung des Seelsorgehelferinnen-Seminars nach Bottrop.
Die Erzdiözese Paderborn übernimmt die Trägerschaft der Bildungsstätte St. Bonifatius. Zielgruppen der religiös-theologischen Bildungsarbeit sind vor allem Priester, Ordensmitglieder und Religionslehrerinnen und Religionslehrer. Andere Angebote sind Schulendtage und religiöse Fortbildungswochen für Bundesgrenzschutzbeamte und Polizeibeamte.
Rektor Heinrich Batton ist Leiter der Bildungsstätte.
Errichtung eines neuen Gebäudes (heute: Liobahaus) mit einem großen Tagungsraum und mehreren Einzelzimmern.
Heinrich Hupe wird Kommissarischer Leiter, später Direktor der Bildungsstätte.
Der Arbeitsschwerpunkt wird nach und nach erweitert.
Geistliche Rektoren seit 1976 sind Albrecht von Raab-Straube, Dr. Josef Brinkmann, Norbert Vollmer, Bertold Kraning.
Ein neues Hauptgebäude wird errichtet und die bestehenden Gebäude werden völlig modernisiert.
Mit Rektor Liudger Gottschlich wird der Bereich der religiös-spirituellen Bildung um ein differenziertes Exerzitienangebot erweitert.
Ein Gartenlabyrinth wird angelegt.
Im Juli 2004 feiert die Bildungsstätte ihr 75-jähriges Jubiläum. Den Festgottesdienst zelebriert der gerade neu ernannte Erzbischof von Paderborn, Hans-Josef Becker.
Nach 32-jähriger Tätigkeit als Direktor der Bildungsstätte wird im Mai 2008 im Rahmen einer großen Feier Heinrich Hupe in den Ruhestand verabschiedet. Neuer Direktor des Hauses ist Pfarrer Ullrich Auffenberg, der bisherige geistliche Rektor. Ab Juni 2008 ist Silke Otte stellvertretende Leiterin des Hauses.
Mit einem Tag der offenen Tür feiert die Bildungsstätte im Jahr 2009 ihr 80-jähriges Bestehen. Am gleichen Tag findet die Einweihung des Pilgerhauses am Rothaarsteig statt, das inzwischen Theklahaus heißt. Erstmals gibt es von Ostern bis Oktober die Zeltkirchenzeit.
Die Bildungsstätte erhält das Zertifikat Gütesiegelverbund.
Im Bildungshaus findet zum 1. November 2010 ein Leitungswechsel statt. Am 3. Oktober wird Direktor Ullrich Auffenberg verabschiedet. Einen Monat später wird mit Pastor Stefan Tausch ein neuer Direktor und geistlicher Rektor für St. Bonifatius beauftragt.
Das Liobahaus wird saniert und renoviert. Die Zimmer sind nun behindertengerecht.
Das Selbstverpflegerhaus bekommt mit „Theklahaus“ einen neuen Namen.
Im April wird der Förderverein „Freunde und Förderer der Bildungsstätte St. Bonifatius Elkeringhausen“ gegründet.
Es ist nun möglich, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder den Bundesfreiwilligendienst (BFD) in St. Bonifatius zu absolvieren.
Umbenennung der Bildungsstätte in Bildungs- und Exerzitienhaus St. Bonifatius.
Der städtische RuheWald in der Nähe von St. Bonifatius wird eingeweiht.
Die Küche erhält die Auszeichnung „Pionierkantine 2017“.
Im Rahmen eines Kurses wird die Kapelle „San Damiano“ gebaut und eingeweiht. Über den neuen „Assisipfad“ können Gäste sie erreichen.
Pastor Stefan Tausch wird Ende März als Direktor von St. Bonifatius verabschiedet und leitet nun das Katholische Forum in Dortmund. Ab dem 1. Oktober übernimmt Dr. Andreas Rohde die Leitung von St. Bonifatius.
Corona-Pandemie, Das Bildungshaus stellt während des Lockdowns den Betrieb ein.
Umbau und Renovierung der Kapelle.
Verabschiedung von Christof Schmidt als Geschäftsführer. Sabrina Koch übernimmt die Leitung des Tagungshauses.
Am 24.04. wird die neue Kapelle durch Erzbischof Hans-Josef Becker eingeweiht.
Umbau des alten Eselsstalls zur „Boni-Ranch“
Verabschiedung von Silke Otte. Anna Mühlberger wird als neue Pädagogin und stellv. Direktorin begrüßt.
Raphael Jürgens übernimmt die neu eingerichtete Stelle als Umwelt- und Naturpädagoge
Umfassende Renovierung der Gästezimmer im Bonifatius- und Liobahaus
Dr. Udo Markus Bentz wird Erzbischof von Paderborn
Erstmals wird auf dem „Alten Grimme“, dem „Hausberg“ von Elkeringhausen, am Gipfelkreuz eine Bergmesse gefeiert.
Abriss und Beginn des Neubaus des Walburgahauses
Renovierung und Neumöblierung der Clubräume
Einweihung des neuen Walburgahauses